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ANGST UND HOFFNUNG : ARBEIT UND GESUNDHEIT IN ZEITEN DER KRISE

publié le jeudi 04 février 2010

Verschiedene kürzlich erschienene Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Arbeitnehmenden im Zusammenhang mit der aktuellen Finanzmarktkrise eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen erwartet. Wir wissen, dass Arbeitnehmende in einem Betrieb, der Entlassungen vornehmen muss, mehr Gesundheitsprobleme und eine schlechtere Work-Life Balance entwickeln. Zum Gefühl der Verunsicherung begleitet von Kränkung und Unsicherheit gesellt sich ein zunehmendes Gefühl von Angst am Arbeitsplatz: Angst nicht mehr mit den Veränderungen mithalten zu können, Angst überhaupt zur Arbeit zu gehen, Angst seine Arbeit zu verlieren.

Die aktuelle Situation ist gekennzeichnet durch Reorganisationen, Restrukturierungen und Personalabbau, alles potentielle Quellen der Unsicherheit. Sie birgt zugleich das Risiko, dass die Unternehmensleitung Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz weniger wichtig nehmen, mit der Folge, dass das Risiko für Arbeitsunfälle und arbeitsassoziierte Krankheiten zunimmt.

Der Kongress möchte einerseits die Quellen der Angst in der Arbeitswelt und die Beziehung zwischen Angst und Gesundheit thematisieren und somit die durch die Krise verschärfte Angst enttabuisieren. Andererseits soll der Gegenpol der Hoffnung untersucht werden: was sind die Quellen der Hoffnung angesichts der um sich greifenden Angst? Anerkennung, Mitgestaltung, Handlungsspielraum sind Beiträge zu praktischen Lösungen, die sich in der Mitarbeitendenführung und der Arbeitsorganisation umsetzen lassen. Die aktuelle Krisensituation stellt aber möglicherweise eine ganz grundlegende Chance dar, die Arbeit wieder in das Zentrum der ökonomischen und sozialen Auseinandersetzung zu rücken.

Nach den Kolloquien von 2004: Evolution der Arbeitswelt und auftauchende Pathologien, 2006: Exclure / Inclure, Umgang mit chronischen Gesundheitsproblemen am Arbeitsplatz, 2008: Die Schweizer bei der Arbeit: Glücklich, aber... müde, befasst sich der 4. schweizerische Kongress ’Gesundheit in der Arbeitswelt‘ mit der Beziehung zwischen Angst und Gesundheit und der Hoffnung auf eine positive Veränderung.

 

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