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DIE BERYLLIOSE - EINE WIEDERKEHRENDE PATHOLOGIE IN DER ARBEITSMEDIZIN

publié le jeudi 25 février 2010

Beryllium ist ein Metall mit einzigartigen physiko-chemischen Eigenschaften. In Legierungen mit anderen Metallen verbessert es deren mechanischen, elektrischen und thermischen Qualitäten indem es diese verstärkt, sowie resistenter, elastischer und nicht-magnetisch macht. Es wird deshalb mehr und mehr in der modernen Hochtechnologie-Industrie eingesetzt.
Inhalation von berylliumhaltigen Partikeln kann bei einigen Personen zu einer Sensibilisierung führen, welche sich  wiederum bei einem Teil davon zu einer Lungen-Berylliose weiterentwickeln kann.
Berylliose ist eine granulomatose (knotenbildende) Lungenerkrankung, welche aus Unkenntnis der Beryllium-Exposition oft nicht diagnostiziert wird. Diagnostisch gleicht die Berylliose stark der Sarkoidose, welche ein sehr ähnliches Krankheitsbild, Symptome und auch klinische und radiologische Befunde aufweist.

Ein Hilfsmittel für medizinische Reihenuntersuchungen

Im Rahmen eines Forschungsprojektes, das zum Ziel hat, die Zahl der Fälle von als Sarkoidose fehldiagnostizierter Berylliose zu reduzieren, wurde ein Fragebogen entwickelt: „Hatten Sie Kontakt mit Beryllium?“. Dieser Fragebogen ist auf der Webseite des IST verfügbar und erlaubt es Medizinern, das Potential für eine Beryllium-Exposition bei Patienten mit Sarkoidose-Symptomen abzuschätzen. Beim Verdacht auf eine Exposition eines Patienten können diese Kontakt mit dem IST aufnehmen: info(at)i-s-t.ch oder per Telefon an 021 314 74 33.